Horizontal-Bohrspülverfahren



Seit 1999 führt unsere Firma als eine der ersten im Kreis Lippe Arbeiten im Horizontal-Bohrspülverfahren aus.

Was versteht man unter dem Begriff Horizontal-Bohrspülverfahren?

Das Verfahren wird angewandt, um Rohre ohne aufwendige Eingriffe in Natur und Umwelt sowie mit reduzierten Aufwand an Erdarbeiten und Absperrungen zu verlegen.
Siehe Beispiel:


Man erstellt als erstes sogenannte Start- und Zielgruben (Anfang und Ende der geplanten Strecke), d.h. es werden Löcher von ca. 3m x 1m- ausgehoben. In die Startgrube wird dann, mittels der Bohranlage, der Bohrkopf eingestochen.Im Bohrkopf befindet sich ein Sender, der die nötigen Daten für die Überwachung und Steuerung der Bohrung überträgt.

Hier ein Bild der Bohranlage:
Der Bohrkopf ist am Bohrgestänge befestigt, welches erforderlich ist, um die Bohrflüssigkeit zum Bohrkopf zu transportieren und um die Reichweite der Bohrung zu verlängern.
Mittels Steuerung der Bohranlage wird der Bohrkopf ins Erdreich geschoben.
Dann wird er über die Steuerung in Richtung Zielgrube gesteuert. Das heißt, dass man auch im Erdreich vorhandene Hindernisse umfahren kann.


Das Bohrgestänge wird nach und nach verlängert, bis der Bohrkopf die Zielgrube erreicht. Die Länge der Bohrung (bis 300 m) ist abhängig von der Bodenart. Das dabei zu entfernende Erdreich wird mittels der Bohrflüssigkeit und des Bohrkopfes aus dem Bohrkanal ausgespült. Die Bohrflüssigkeit verstärkt die Wände des entstandenen Bohrkanals, damit dieser nicht einbricht. Dieser Vorgang nennt sich "Pilotbohrung".
Nur die Pilotbohrung ist hierbei kontrollier- und steuerbar, der Aufweitvorgang bzw. Rohreinzug ist nicht steuerbar. Der Backreamer (Aufweitkopf) nimmt den gleichen Weg, wie die Pilotbohrung ihn vorgegeben hat, zurück.
Nach der Pilotbohrung wird der Bohrkopf abmontiert und durch einen Backreamer (Bild links) ersetzt. An dem Backreamer wird nun das gewünschte Rohr befestigt. Anschließend wird das Bohrgestänge langsam zurückgeholt, wodurch der Bohrkanal aufgeweitet und das Rohr bis zur Startgrube eingezogen wird.

Nun kann das Rohr angeschlossen werden oder ein Kabel in das Rohr eingezogen werden. Zum Schluss wird dann nur noch die Bohrflüssigkeit abgepumpt und die Gruben verfüllt.

Bei einem längeren Streckenverlauf müssen Zwischengruben eingerichtet werden und der Bohrvorgang (wie oben beschrieben) sooft wiederholt werden, bis die gewünschte Länge erreicht ist.


Hier können Sie sich ein paar bildliche Eindrücke über das Horizontal-Bohrspülverfahren machen.
Unsere 1. Bohrung in Detmold, Schloßplatz
Unterkreuzung der Berlebecke in Detmold mit Rohreinzug DA 285
Unterkreuzung der Werre in Detmold/Orbke, Aufweitung DA 450 mit gebündeltem Rohreinzug
Parallelverlegung in Lage, Aufweitung DA 450 mit Rohreinzug DA 355